Ijmuiden, Amsterdam, Enkhuizen to Norderney Log 2113 sm.

Samstag, 3.8.19 IJmuiden

Wir haben guten Segelwind und legen um 1:00 Uhr in Scheveningen-Haven ab. Mal wieder etwas zu früh, aber immer wieder überkommt einen die Ungeduld und man legt früher ab als geplant. Zwar bekommt man dann zunächst noch Strom auf die Nase, aber man ist am Ende eben doch früher im Zielhafen. Ijmuiden ist an diesem Samstag wieder sehr leer. Es sind noch viele freie Plätze vorhanden. Da ist es fast schon komisch, wenn man dann über Funk die Anfragen nach Liegeplätzen mithört. Dann möchte man gerne selber antworten: Kommt rein – hier ist noch freie Auswahl.

Das Wetter ist sehr schön und wir gehen in eine der Strandbars vor dem Hafen.

Sonntag 3.8.19 Amsterdam

Es ist kaum Wind und so motoren wir die 15sm nach Amsterdam bei traumhaften Wetter. Wir kommen wieder gut im WSV Aeolus unter. Sofort werden die Fahrräder startklar gemacht, denn wir wollen zu This is Holland einem 5D Kino, wo man Holland mal aus der Vogelperspektive erleben kann. Der Andrang ist nicht groß und wir bekommen sofort Tickets für die nächste Vorstellung.

Wir bummeln mit all den anderen Touristen und verbliebenen der Amsterdam-Pride durch das Grachtenviertel von Amsterdam. Hier bestellen wir uns wieder Bitterballen ein typische holländische Spezialität.

Bitterballen

Am Yachthafen ist direkt eine tolle Food Hall, in der wir uns für die nächsten Tage versorgen.

Montag 4.8.19 Enkhuizen

Hier wollte ich nochmal hin, denn der Ort ist wirklich sehr nett. Die Marina ist praktisch, aber ohne besonderen Flair. Wir bekommen leider nur einen Platz am vorletzten Steg (U6) zugewiesen. Da sind die Wege weit.

Wer Lust auf Päckchenliegerei hat, der geht in den Stadthafen, da liegt man mittendrin in Holland.

Das Eckhaus steht zum Verkauf!

Dienstag 6.8.19 Enkhuizen to Norderney

Wir starten wie geplant um 10:30 in Enkhuizen um hinter der Schleuse Kornwerderzand das ablaufende Wasser Richtung Harlingen (HW 14:40) zu nutzen. Wir sind um 13:30 Uhr an der Schleuse. Es herrscht ordentlich Betrieb und so dauert der ganze Vorgang diesmal eine Stunde. Hinter der Schleuse setzen wir sofort wieder Segel und haben gleich wieder 7kn SOG. Wir haben die ganze Zeit mitlaufenden Strom, aber erst in der Nähe des Seegattes (16:40 Uhr) wird der Strom richtig stark und wir kommen auf 11kn. Mittlerweile hat der Wind auf 25kn aufgefrischt und wir müssen teilweise hoch am Wind laufen. Am Ausgang des Seegattes wird es dann etwas ruppig, aber wir sind jetzt ja andere Sachen gewohnt und stehen das locker durch. Wir fahren aber nicht nach Terschelling, sondern beschliessen die Nacht weiter zu segeln. Der Wind passt SW mit max. 20kn Stärke. Das sollte nicht allzu hohe Wellen geben, sodass der Autopilot auch die Steuerarbeit übernehmen kann. Wir fahren Fock und 1. Reff, der Autopilot steuert, die Wellen sind 0,5 bis max. 1 m hoch. Da kann man auch noch eine leckere Mahlzeit zubereiten. Um 11 Uhr gibt es einen neuen Wetterbericht, der für die Nacht die Vorhersage noch etwas zurück nimmt. Wir reffen aus und fahren in die schwarze Nacht. Bis hierhin haben wir kaum Strom feststellen können.

Mittwoch 7.8.19 Norderney

Um 00:02 geht der Mond unter. Das habe ich so noch nie erlebt. Er versinkt orange im Meer. Zunächst war mir nicht klar was das da ist. Um diese Zeit ist es stockduster. Ich dachte zunächst da brennt eine Plattform. Dafür war es dann aber wieder nicht hell genug. Man sieht nur eine Unmenge an Seezeichen, Schiffe, die Amelandplattform und einen herrlichen Sternenhimmel. Als wir uns dem Ems Fahrwasser nähern, bin ich das erste Mal wirklich froh, das wir nun AIS an Bord haben. Hier herrscht jetzt reger Schiffsverkehr und natürlich sind auch jede Menge Fischer unterwegs.

Wir erreichen das Schluchtertief vor Norderney exakt bei Hochwasser und müssen dann im Hafen lange nach einem Liegeplatz suchen. Ich fahre das schlechteste Anlegemanöver des ganzen Törns. Wir wollen längsseits im Päckchen an ein Motorboot, aber beim anlaufen bin ich einfach zu vorsichtig und wir vertreiben immer wieder. Die Nacht steckt mir in den Knochen. Um 7:30 gehen wir in die Koje. Um 9:30 werde ich geweckt, als ein Holländer längsseits geht. Der kommt aus Kiel und hat mit seiner Frau auch eine Nacht auf dem Wasser hinter sich.

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