Oostende Log 1835 sm Di. 30.7.10

Wie geplant verlassen wir Boulogne am 30.7.19 um7:30 – ca 3 Stunden vor HW Dover. Zunächst haben wir mäßigen Wind aus Süd bis zum Cap Gris und leichten Strom gegen uns. Die Sonne scheint. Dann frischt der Wind mächtig auf wir müssen das Großsegel reffen. Dünkirchen erreichen wir schon gegen Mittag. Kurz hinter Dünkirchen zieht hinter uns schlechtes Wetter auf. Wir bergen vorsichtshalber das Groß. Ein halbe Stunde später können wir es wieder setzen. Nun kommt der Wind auch wieder achterlicher und die Rauschefahrt kann weiter gehen. Fast durchgängig machen wir einen SOG von 9-10 kn. Und wieder schiebt uns der ostgehende Strom viel länger als erwartet und es die Stromkarten zeigen.

Oostende war eine Empfehlung von einem Holländer. Von See aus sieht man nur Bettenburgen und wenn man näher kommt, dann wird der Eindruck nicht besser. Die Mercartor-Marina liegt hinter Schleusen und hat ungünstige Öffnungszeiten für uns. Wir wählen den Hafen das am Ende der Hafenanlagen. Das ist ein trostloser Ort.

Umgeben von Industrieanlagen liegen wir neben einem großen Sandhaufen, der einen Sandsturm produziert. Jetzt hat das Boot eine klebrige Salzkruste vom Seewasser und darauf eine Sandpanade. Wasser an den Stegen gibt es nur in unerreichbarer Ferne. Um diesen Hafen des Royal Oostende Yachtclub sollte mal einen großen Bogen machen – wenn möglich. Der Hafenmeister ist sehr hilfreich und super nett, aber das macht die Lage auch nicht besser. An diesem abgelegenen Ort braucht man entweder die Tram, die direkt vor der Marina hält, oder eben das Fahrrad.

Es gibt auch einen Lichtblick zwischen all dem Beton

Wir fahren mit den Fahrrädern in den Ortskern. Das ist alles wirklich seelenlos. Wir landen schließlich in einer Strandbar und versorgen uns mit belgischem Bier und Fast-Food. Dann bricht ein Unwetter los, aber wir sitzen geschützt unter einem Wellblechdach.

Dieser Belgier raucht seine Zigarette durchs Ohr!?

Nachtrag: Jetzt wird auch vielleicht klar wieso der Strom hier so lange ostwärts steht. Die Flut beträgt hier eben 7 Stunden und die Ebbe nur 5 Stunden. Bleibt die Frage warum das so ist. Dazu habe ich bisher nichts gelesen.

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