Roscoff Log 950sm 23.6.19

Wir legen bei Sonne und günstigem Ostwind ab. Unter Segeln geht es Richtung Roscoff. Wieder ein Hafen in dem viele bekannte französische Segler ihre Heimat haben. Unter anderem der Vendée Globe Gewinner 2017 Armel Le Cléac’h.

Wir kommen gut voran und erreichen die Bucht von Morlaix um 15:30 Uhr. In der Ferne erkennen wir ein Regattafeld. Wie sich später herausstellte, handelt es sich um die berühmte Regatta La Solitaire du Figaro. Wir kommen denen genau in die Quere. Ein Regattabegleitboot fordert uns höflich auf, einen Umweg zu fahren. Der Start steht unmittelbar bevor und wir befinden uns genau in Luv der Startlinie. Also schnell eine Halse und aus der Schusslinie. Aber da rauschen wir natürlich voll in die Armada der Zuschauerboote. Was ein Spektakel!

Der Hafen von Roscoff hat seine Besonderheiten. Im Hafen steht an einigen Stellen mächtig Strom. Das soll so sein, damit er nicht versandet. Dies im Hinterkopf, laufen wir ein. Der Hafen ist sehr leer, denn die Regattaboote haben einen kompletten Steg geräumt. Wir haben freie Platzwahl und werden vom netten Hafenmeister fast in unsere Box geschoben. Die besten Plätze sind wie immer ganz Innen. Wir liegen neben einem Local (Kein Franzose – ein Bretone!) und werden sofort auf seinen Pogo-Racer auf einen Plunters Punch eingeladen. Er erzählt uns viel über die Regatta und ist selber eifriger Regattasegler. Seine 4 Frauen bleiben derweil zu Hause. Ein extrem netter Kerl. Er bietet auch an uns in die Stadt zu fahren. Meine Güte, wie hat sich das doch verändert. Wenn ich da an meinen ersten Frankreichbesuch in den frühen 80ziger Jahren denke. Damals war es echt nicht einfach. Er wohnt und arbeitet in Morlaix und wenn wir da hinkommen, dann kommt er uns besuchen. Er guckt von seinem Schreibtisch direkt in den Hafen von Morlaix. Leider fahren wir nicht dahin. Wir sind gespannt auf weitere Begegnungen mit den Bretonen.

Der Bretone erzählt uns auch von spannenden Szenen vor Alderney vor ein paar Tagen. Auch da waren wir ohne es zu wissen Zuschauer. Hier sieht man spektakuläre Aufnahmen.

Roscoff ist ein netter kleiner Ort. Die Marina ist Top. Den nächsten Supermarkt erreicht man mit Fahrrädern der Marina. Die sind umsonst für 2 Stunden. Wir laufen zu Fuß zum alten Hafen und wählen eins der vielen Restaurants aus. Un Peux des Deux – eine Platte mit Wurst und Käse. Man kann sogar draußen sitzen – allerdings mit Pullover oder Jacke.

Am nächsten Tag ist leider wieder schlechtes Wetter. Wir brechen trotzdem auf und fahren nach L‘ Aber Wrac’h. Dann geht es weiter durch den Chenal du Four Richtung Brest. Und das ist dann endgültig der Atlantik. Aber erstmal ist wieder Motorfahrt im Regen angesagt.

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