Eastbourne Hafentage 5.6. bis 9.6.19

Wir liegen gut in Eastbourne hinter der Schleuse zum Ärmelkanal. Und das ist auch gut so, denn für Freitag und Samstag ist Wind mit Böen über 42kn angesagt. Wir hätten am Donnerstag, den 6.6.19 gut nach Brighton fahren können, aber wir liegen hier viel geschützter, das glauben wir zumindest. Die Marina hat alles was man braucht. Alles ist gut erreichbar. Die Duschen sind sehr gut und gepflegt. Hilfsbereites Hafenpersonal und schlechtes WiFi, Yachtausrüster, Restaurants, Supermarkt und auch TKmaxx. Wir haben den Plan nach London mit dem Zug zu fahren begraben. London werde ich ja in den nächsten Monaten wahrscheinlich noch häufiger sehen.

Gestern haben wir Eastbourne und Beachy Head mit dem Fahrrad erkundet.

England ist für 2 Dinge bekannt. Für wunderschöne Landschaften und ein Händchen für Gartenbau aber auch für Spielhallen auf den Piers der Badeorte. Dazu mehr hier.

Vor dem drohenden Sturm ist das Wetter heute noch mal sonnig, aber frisch. Wir wollen noch mal mit dem Fahrrad ins Hinterland und versuchen von einem Earl zum Tee eingeladen zu werden.

Herstmonceux Castle East Sussex

Der Earl ist leider vor 120 Jahren verstorben, jetzt wird dieses Castle von Studenten bewohnt und gehört der Queen’s University Canada, geschenkt von Dr. Alfred Bader.

Freitag, 7.6.19

Kleinere Reparaturarbeiten an der Elektronik und ein paar Einkäufe.

Um ca. 21:00 Uhr befinden wir uns im Kern des Tiefdruckgebietes mit 996 mb, als plötzlich das Lifeguardboat mit ordentlich Speed den Hafen verlässt. Vor der Küste hat sich offensichtlich ein Segler vor Anker gelegt und möchte dort die Nacht verbringen. Eine blöde Idee bei vorhergesagtem Wind von 9 Beaufort. Aber das sieht der Skipper wohl anders: „I don’t aquire your assistance. I’m fine. It will be a rough night, but my anchor is holding“. Das sieht die Lifeguard wohl anders und schleppt das Boot in den sicheren Hafen. Später stellt sich raus, dass die Jungs ziemlich einen im Tee hatten. Stay tuned on 16! 😉

Wir liegen hier nun so was von gut. Wie man auf dem Bild erkennt, liegt vor uns in Luv auch noch ein Fischerboot, das uns ordentlich Leeschutz gibt.

Samstag 8.6.19

Die Südbretagne hat es wohl gestern hart getroffen. Dort ist Lifeguardboot gekentert und 3 Seenotretter sind ertrunken. Die ARC Portugal hat ebenfalls ordentlich was abbekommen. Die Boote sind am 2. Juni in Plymouth gestartet und wollten nach Bayona. Da war absehbar, dass die den Orkan mit Böen über 60kn abbekommen. Die Wettervorhersage war da unmissverständlich! Ich hatte im Winter kurz daran gedacht da mitzufahren, aber wollte mich dann nicht in ein Terminkorsett zwängen lassen. Gute Entscheidung. Einige Boote sind dann auch gleich nach Brest abgelaufen. Hier mal die Meldung vom Cap Finstere:

Hier hat gestern und heute keiner den Hafen verlassen und nun bekommen wir Morgen das andere Extrem – Flaute. So langsam wird unsere Motorstundenbilanz schlecht. Wenn das Erdmann wüsste, dass wir hier den Kanal runtermotoren. Der hatte damals gar keine Maschine. Da wurde immer gegen gehalten – komme was da wolle. Einen Segelorden bekommen wir dafür nicht, aber wir hatten uns ja auch nicht beworben.

Fahrradfahren in England ist übrigens nicht ganz ohne. Zunächst muss man sich erstmal dran gewöhnen auf der falschen Seite zu fahren. Auf engen Landstraßen hat man immer Panik, das die entgegenkommenden Auto einen auf die Haube nehmen, aber zum Glück fahren die ja auch auf der falschen Seite. Und dann sind die Radwege hier nicht besonders gut ausgebaut. Am Sonntag gibt es hier den Mass Cycle Ride. Leider sind wir da schon wieder weg. Man wollte uns anwerben, denn Radfahrer sieht man hier nicht viele. Und so fallen wir auf wie ein bunter Hund.

Und dann haben wir schon wieder das Problem die Campingaz-Buddel getauscht zu bekommen. Eigentlich gibt es das auch in England, aber bisher sind wir noch nicht fündig geworden.

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4 Kommentare zu „Eastbourne Hafentage 5.6. bis 9.6.19

  1. Sure waiting for a storm….. cheers guys enjoy the party in the harbour. Don’t get too pissed.

  2. Also wir beschreiben hier ja nur unsere eigenen Erfahrungen. Und da können wir uns nicht beschweren. Haben gerade vorzüglichen Kuchen genossen.

  3. Moin moin Jungs,

    England ist auch für schlechtes Essen, Wetter und nicht so hübsche Menschen bekannt!!!!

    In Sachen Earl und Tee würden euch alle Türen offen stehen wenn Graf von und zu Hardy an Board wäre.

    Weiterhin viel Spaß Jungs

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